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Montag, 15. September 2014

Finding a place to stay at in Morocco

Hola mis Amigos Queridos!

DE: Juhu, die Flüge sind gebucht! Das neue Abenteuer in der Ferne liegt zum greifen nahe! Fehlt nur noch...einen Platz zum Übernachten zu finden: und das ist manchmal wirklich eine kleine Herausforderung!

Gerade mein Freund und ich könnten im Auswahlprozess unserer Reisedomizile kaum unterschiedlicher vorgehen. Er, eher von der spontanen Sorte, geht einfach ins erstbeste Hotel/Hostel rein, oder fragt sich durch. Ich gehe da lieber auf Nummer Sicher und reserviere meine Hostels schon vorher auf Hostelworld, denn dann habe ich in jedem unbekannten Ort schon mal eine erste Anlaufstelle und weiß so ungefähr, was mich erwartet. Für spontane Änderungen habe ich immer einen Lonely Planet, oder ähnliche Reiseführer, dabei, wo ich mir schnell einen guten Übernachtungstipp heraussuchen kann.

Da Marokko unsere erste gemeinsame Reise war, haben wir einen Kompromiss getroffen. Ich durfte für die erste Nacht in Casablanca und für die Übernachtungen über Silvester schon vorreservieren. Alles andere würden wir der Spontanität überlassen. Und was dabei herausgekommen ist, das zeige ich euch heute:

EN: Yay, flights are booked! A new adventure is so close, you could almost touch it! If only...there wasn´t the hazzle to find a place to stay. A really tough challenge sometimes.

Especially me and my boyfriend are so different when it comes to booking accomodations on our journeys. He´s definitely of the more spontaneous kind, walking into the very first place, he comes across, or asking local people where he could spend a good night´s sleep. Me, I´m the more "secure" kind of girl, making reservations in advance, so I always know a place to go in a strange place and what to expect. I also always carry a lonely planet travel guide with me, just in case.

Since Morocco was our first trip together, we opted for a compromise. I was allowed to make reservations for the first night in Casablanca and for the nights around New Years Eve. The other nights, we decided rather spontaneously and here´s the results:


1.) Spontanität mit ein bisschen Schummeln./Spontaneity with a little bit of cheating

DE: Natürlich hielten wir uns nicht an die ursprüngliche Reiseroute, sondern fuhren direkt vom Flughafen in Casablanca erst mal auf gut Glück weiter nach Fés, wo wir natürlich keine Übernachtung vorreserviert hatten. Die Reservierung für die erste Nacht lies ich also verfallen. (bei Hostelworld nicht vergessen, zu stornieren!) Da es in den sagenhaften Fernzügen Marokkos sogar wi-fi gab, waren wir aber nicht ganz verloren, sondern konnten uns schon unterwegs ein paar Adressen über Hostelworld heraussuchen, anstatt uns vor Ort auf den Tipp eines Taxifahrers zu verlassen zu müssen. So landeten wir im Bab al Madina, in der alten Medina von Fés, wo es glücklicherweise noch ein freies Zimmer für uns gab. Da das Hostel am nächsten Tag aber schon voll war, wurden wir in ein kleines, familiäres Riad umgesiedelt. Spontanität geht also auch bei den Marokkanern immer! =)

EN: Of course we never stuck to the original plan of staying in Casablanca for the first night but hopped on the next train towards Fés, where we had no clue where to go to. Lucky us, the train had public wi-fi and so we were able to pick up some adresses on the go, which is always a better option, than listening to a cab driver´s advice. We ended up at Bab al Maadina where they had a free room for us in the first night. For the second night, however, we were taken to a private Riad because there was no more free room. The result: there´s always room for spontaneous guests in Morocco =)


2.) Nummer Sicher/the safe way

DE: Nach meinem Dilemma in Mexiko vom Vorjahr, war es mir unheimlich wichtig, wenigstens für Silvester eine Hostelreservierung zu haben und so reservierte ich über Hostelworld für drei Nächte im Riad Rouge in der alten Medina von Marrakesch. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellte, denn das Hostel war schon recht voll und ein freies Einzelzimmer hätte es sonst sicher nicht mehr für uns gegeben. Frühes Ankommen machte sich auch bezahlt, denn so konnten wir unser Zimmer mit wenig Privatsphäre gegen ein anderes eintauschen. (Kleiner Tipp: Bei diesem Hostel besser nicht das Zimmer mit Bad buchen, denn es grenzt direkt an die Lobby an und ist SEHR hellhörig) Abgesehen vom ersten Zimmer kann ich das Hostel aber total weiterempfehlen. Sehr urig eingerichtet mit ganz vielen kleinen Plätzen zum Chillen und einer großen Dachterrasse. Wenn es noch ein Badezimmer mehr hätte, dann wäre es schon fast perfekt ;-)

EN: When I traveled Riveira Maya the year before, it was impossible to find a free hosteldorm on NYE and so I insisted on getting reservations this time. Through hostelworld.com, I found the Hostel Riad Rouge inside Marrakesh´s old Medina which was a good find, except for the ensuite room, I had booked originally. That one is right next to the lobby and the walls are thin, so there´s no privacy and always a lot of noise. However, the staff was super friendly and got us another, more secluded room. All in all, I really liked this hostel with its original moroccan interior and the stunning view from its rooftop terrace. One more shared bathroom and it would be about perfect ;-)


3.) Spontane Rückkehr/spontaneous return

DE: Man kehrt an einen Ort zurück, an dem man schon einmal war, oder entschließt sich kurzfristig, lieber noch eine Nacht länger zu bleiben? Warum nicht dahin zurückkehren, wo es einem schon mal gefallen hat?! Nach unserer Rückkehr aus der Saharawüste, entschieden wir uns kurzfristig für eine weitere Nacht in Marrakesch und kehrten zum Riad Rouge zurück. Belohnt wurden wir mit einem noch schöneren Zimmer und einem niedrigeren Preis, als in den Nächten zuvor. =)

EN: You would like to go back to a place you´ve been before or you would just like to stay a bit longer? Well, what a great opportunity to spend some more time at a hostel/hotel you´ve liked before. Coming back from Sahara desert, we were so exhausted from a 12hour bus ride and there was no way, we would make it out of Marrakesh in that night. So we went back to the Riad Rouge and got an even better room for less money than last time. Jackpot! Try it on any of your journeys! Showing loyalty almost always pays off! =)


4.) Totale Spontanität/ pure spontaneity

DE: Da wir erst kurzfristig festgelegt haben, nach Essaouira zu fahren und die Wi-fi Verbindung in unserem Hostel quasi nonexistent war, hatten wir ausnahmsweise überhaupt keine Idee, wo wir in Essaouira hingehen sollten. Die Empfehlungen laut Lonely Planet haben uns alle nicht so wirklich überzeugt und so sind wir einfach erst mal in die alte Medina gelaufen und dort ganz spontan ins erste Hotel hinein. Glückstreffer! Dank Luis harten Verhandlungskünsten, ergatterten wir ein Zimmer mit Balkon und Himmelbett im Hotel Gnaoua - und das zu einem spaßigen Preis von nicht mal 20€. Nice, oder? =)

EN: Going to Essaouira was a relatively spontaneous decision, so again, we had no clue where to go to. Wi-fi in our previous place was not working and the recommendations by the lonely planet weren´t that promising either. Arriving in the coastal town, we would just head for the old Medina and ask around for a nice place to stay. It so happened, we went into the very first hotel we saw and got a really nice and spacious room with a balcony and a canopy bed. How awesome! And since my boyfriend is such a pro at negotiating, we even got a really fair price =)


5.) Früh um 6Uhr in einer wildfremden Stadt kann dein Reiseführer die Welt retten/ 5am in a strange city is when your travel guide can save the world

DE: Im Morgengrauen kamen wir wieder in Casablanca an und hatten wirklich keine Ahnung, wohin mit uns. Einfach so aus dem Bahnhof heraus und durch die Straßen geistern, erschien mir zu riskant. Auch die Taxifahrer erschienen uns wenig vertrauenserweckend, um sie nach einem Hotel zu fragen, also war es höchste Zeit für den Einsatz des Lonely Planets. Wir entschieden uns, es beim Hotel du Paris zu probieren und ließen uns von einem Taxi dahin bringen. Glücklicherweise, gab es im Hotel nicht nur ein freies Zimmer, sondern man lies uns sogar schon um 6Uhr morgens einchecken, ohne uns eine zweite Nacht in Rechnung zu stellen. Das Zimmer war sauber und ordentlich, das Hotel in guter Lage. Danke für die Empfehlung, Mr Lonely Planet!

EN: It was early in the morning, when we got back to Casablanca. We had no clue, where to go and it was still dark outside. The area around the bus station does not look as if you should walk around there at night and the taxi drivers did not look very trustful either. So this was a situation, where the Lonely Planet has saved our day. We took a look at the map, read through some recommendations and decided to have a taxi take us to Hotel du Paris. Indeed, Lonely Planet knows their business. The hotel was very nice and clean, it had free wi-fi, low rates and they were kind enough to let us check-in at 6am without charging for an extra night. Thanks for the recommendation Mr Lonely Planet! ;-)


DE: Wie ihr seht, ist es also ganz egal, ob ihr lieber spontan seid, oder auf Nummer Sicher gehen wollt mit der Hostelbuchung. Wer sucht, der findet und das auch am wildfremdesten Ort der Welt. Es ist also nicht nötig, sich krampfhaft an geplante Reiserouten und Reservierungen zu halten. Kauft euch einen Reiseführer und nehmt wenigstens ein Smartphone mit(für Kurzrecherchen in public wi-fi´s) und ihr braucht euch keine Sorgen machen, sondern könnt euren Abenteuerurlaub in aller Ruhe genießen. So soll es ja eigentlich auch sein, oder nicht?

EN: As you can see, it really does´t matter whether you prefer to be spontaneous or scheduled. Wherever you are in this world, sooner or later you´ll always find a decent place to stay at. Most of the time it really isn´t necessary to make hotel reservations beforehand and neither is sticking to them. Safe yourself some room to be spontaneous! Everything you need is a travel guide book and a smartphone(for doing research whenever you encounter free wi-fi) and you´ll always find your way around. So stop worrying over schedules and hotel ratings and get your adventure mode on. Vacation is there to be enjoyed and does not have to be as structured as your daily routine, right?!

Saludos&Besitos,
Mandy xx

Sonntag, 17. August 2014

Postcard from Marrakesh



Hola mis Amigos Queridos! 

Besser spät, als nie, kommt heute meine Postkarte aus Marrakesch bei euch auf die Leseliste. Und mit spät meine ich wirklich spät, denn mittlerweile ist schon über die Hälfte des Jahres vergangen, dessen Beginn wir im "Herzen des marokkanischen Landes" feierten. Aber naja, die marokkanischen Postesel wären vielleicht auch nicht schneller hier gewesen...

Marrakesch, die Stadt in der die Zeit nie stillgestanden, aber in verschiedenen Geschwindigkeiten geflossen ist. Ein erneuter Kulturschock für uns, denn hier sah der Orient schon wieder ganz anders aus, als zuletzt in Fés gesehen. Hier war man nicht scheinbar tausend Jahre zuvor in der Zeit stehen geblieben, oder doch? In Marrakesch, da prallen Welten aufeinander! Ein Gegensatz aus glamouröser Metropole und orientalischer Altstadt, noblen Hotelanlagen und alten, verfallenen Riads, Designerboutiquen und bunten Basaren, Sternerestaurants und traditioneller marokkanischer Küche vom Markt - und dann doch wieder alles miteinander vermischt. Marrakesch ist laut, es ist wuselig, sonnig und überwältigend, aber gerade das macht es so unheimlich interessant! 

EN: Marrakesh, the city where time never stood still but has flown in different speed. It was another cultural shock to us because here, the Orient again looked so different from what we had experienced in Fés the days before. Here, it didn´t seem as if time had stood still over the past thousand years, or maybe it has? In Marrakesh, different worlds are meeting each other! A contradiction of glamorous metropolitan city and oriental Medina, fancy hotel resorts and old Riads, designer boutiques and colorful bazaars or top star restaurants and traditional cuisine from the market stalls - and yet again, everything mingled with each other which might just be what makes it so interesting! 



Gekommen_sind wir mit dem Nachtzug aus Fés. Das war vielleicht ein Abenteuer! Um 2Uhr nachts sollte es losgehen. Seit 23Uhr saßen Luis und ich im Bahnhofscafé, bestellten jede Stunde abwechselnd einen Minztee und wurden um Mitternacht mit der Aussage enttäuscht, dass es leider kein Schokocrépe mehr gäbe. Gegen 1:30Uhr fielen mir über meinem Buch schon fast die Augen zu, die Bahnhofskälte machte sich in den Knochen breit, als Luis auf die sagenhafte Idee kam, Karten zu spielen und zwar mit dem jungen Mann und seiner kleinen Tochter vom Nachbartisch. Auch die beiden warteten auf den Zug und hatten so manches Abenteuer aus Fés zu berichten. Kurz vor 2Uhr stiegen wir in einen Zug ein und warteten...und warteten, bis schließlich ein Schaffner kam und uns nach draußen, auf ein anderes Gleis jagte. Wir stiegen in einen anderen Zug, machten es uns in einem Abteil gemütlich und warteten weiter...es war mittlerweile schon 3Uhr. Auf dem anderen Gleis fuhr der Zug ab, in dem wir zuvor gesessen hatten, doch auf die panische Nachfrage beim Schaffner, wurde uns versichert, dass wir im richtigen Zug nach Marrakesch säßen. Beruhigt verzogen wir uns also wieder in unser Abteil, kuschelten uns in die Schlafsäcke und waren schon fast tief und fest eingeschlafen, als der Zug gegen 4Uhr morgens endlich aus dem Bahnhof rollte. Es war die komischste Zugfahrt meines Lebens, denn bis zur Ankunft war uns nicht 100%ig klar, ob wir wirklich in Marrakesch ankommen würden aber das war irgendwie egal, denn wir hatten einen riesigen Spaß mit Julien und seiner kleinen Tochter Noni.

We came_by night train from Fés. What an adventure! We were supposed to leave at 2am. Since 11pm, Luis and I said at a café inside the station, took turns in ordering fresh mint tea and were very much disappointed at midnight, when we finally asked for the chocolate crepe we had wanted to order the whole night. Around 1:30am, I could no longer keep my eyes open over the book that I was reading and the cold started to get into my bones as Luis suddenly had the fabulous idea to play cards - with the young man and his little daughter from the neighbor´s table. We almost forgot to go towards the gate but somehow managed to get on the train in time. And then we waited...and waited...and were then chased out of the train and towards another gate, where we boarded a different train. And again, we waited...made ourselves comfortable in one of the cabins and waited. Around 3am the train at the other gate left the station and us panicking whether we were really on the right train. We tried to ask around and everybody just nodded, so we tried to trust. W got back into our cabin, pulled out our sleeping bags and had almost fallen asleep by the time the train was finally moving out of the station. It was the weirdest train ride in my life, just for the fact that we had no idea where we were really going and for how we didn´t really care, as it was such a fun night and morning with Julien and little Noni on a train, going somewhere in Morocco.  



Geschlafen_haben wir im Hostel Riad Rouge in der alten Medina. Ein sehr urig eingerichtetes marokkanisches Hostel mit jeder Menge kleiner Chilloutplätze und super Ausblick von der Dachterrasse.

We slept_at hostel Riad Rouge inside the walls of the old Medina. It was a really pretty and traditionally modeled hostel with a lot of spaces to chill out and a stunning view from the rooftop terrace.


Gefeiert_haben wir Silvester! Naja...nicht wirklich, denn Silvester wird in Marokko leider erst Anfang Januar gefeiert und demzufolge gab es am 31.12. leider auch kein Feuerwerk zu sehen. Trotzdem gönnten wir uns ein schönes Abendessen auf einer Dachterrasse mit tollem Ausblick auf den berühmten Hauptplatz von Marrakeschs alter Medina,  dem Djemaa el Fna, wo wir uns um Mitternacht mit ins allnächtliche Gewusel unter tausenden von Menschen mischten.

We celebrated_New Years Eve! Well, not really as Moroccans don´t celebrate New Years Eve on December 31st, meaning there was no firework either. Well, we still treated ourselves with a nice dinner with a view on Djemaa el Fna, the famous main square of Marrakesh´s old Medina. 



Gefahren_sind wir von hier aus nach Ouzoud, und zwar gleich am 1.Januar und einen Tag darauf auf unsere dreitägige Saharatour. Beide Touren haben wir im Hostel gebucht aber natürlich nicht, ohne vorher einen ordentlichen Preis auszuhandeln!

We took_two major trips from here. On January 1st, we went to Ouzoud for the day and on the day after, we took off on our 3-day road trip to Sahara desert. Both were guided tours, which we had booked at the hostel in advance. I can neither recommend, nor tell you not to go with a guided tour. Going by yourself might me much nicer but it´s also way more complicated and expensive, while at the guided tour, you can´t go at your own pace but you also don´t really have to worry about anything. 


  

Gesehen_haben wir daher nicht viel von der restlichen Stadt. Wir waren ja ständig auf Achse und nie einen ganzen Tag da und wenn wir da waren, dann haben wir uns hauptsächlich innerhalb der alten Medina bewegt. Hier gibt es also keine Poolfotos aus dem berühmten La Mamounia Hotel zu sehen, in dem einige Szenen von Sex and the City 2 gedreht wurden und auch für die Massage im Beldi Country Club blieb leider keine Zeit. Sorry! Nächstes Mal vielleicht ;-)

We´ve seen_not that much of the city since we were never really there for a whole day. If we were there, we stayed inside the walls of the Medina. So no, there are no pool pictures out of the famous La Mamounia hotel, where Sex and the City2 was filmed and no, unfortunately we didn´t have time for a spa day at Beldi Country Club either. Sorry! Maybe next time ;-)


Gestaunt_habe ich natürlich über die Schlangenkünstler! Das größte Klischee des Orients gibt es wirklich! Mit Trommeln und Schalmeien werden die lebensgefährlichen Tiere in Trance versetzt und tanzen regelrecht um ihre Betörer herum. Wenn nur das Fotografieren nicht so schwierig, und teuer gewesen wäre! Dafür wollen die für meinen Geschmack ein paar Dirham zu viel sehen und so mussten wir heimlich Fotos schiessen, was uns zum Glück gelungen ist, wie ihr seht. ;-)

We were stunned by_the snake charmers! The biggest cliché of the Orient really does exist! With drums and shalms, they set these dangerous animals in trance and make them dance around them. If only taking pictures of them wasn´t so hard, or expensive! To my taste, they wanted a few dirham too many just to take a few pictures and so tried to snap some secretly. As you can see, we were successfull ;-)


Geärgert_habe ich mich spätestens, als ich zum dritten Mal fast über den Haufen gefahren wurde. In Marrakesch muss alles etwas zügiger gehen und so gibt es doch tatsächlich Leute, die meinen mit Vollspeed auf ihren Mofas durch die engen Gassen der Medina feuern zu müssen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Sowas Bescheuertes! Da hätte ich gerne mal einen davon in einem Hänger voller Mandarinen oder glibberiger Schnecken landen sehen wollen, weil er die Kurve nicht mehr gekriegt hat. Ha!

I was annoyed_by the third time, someone tried to run me over with their stupid motorbikes! In Marrakesh, people seem to like things faster and so there are people who are that insane to ride their bikes through the narrow and crowded alleys of the Medina - at full speed! They´re completely nuts! I´d have loved to see one of them land inside a container of mandarins or glibbery snails because they could´t make the turn. Hehe ;-)


Gegessen_haben auch wir beim weltberühmten Chez AïchaLeeecker! Bei diesem Marktstand gibt es alle marokkanischen Gerichte taufrisch serviert. Es geht super fix und es ist günstig. Der Couscous ist himmlisch! Ein wahres Backpackerphänomen ist er über die Jahre geworden und das hat er sich wirklich verdient! Geht ihn mal besuchen, wenn ihr in Marrakesch seid - und nehmt Hunger mit! =) 

We ate_at the market stall of world famous Chez Aïchaon Djemaa el Fna. Yuuuummyyyy! He´s got all the typical moroccan dishes served freshly, at no time and super low prices. The Couscous tastes like heaven! Throughout the years, he has become a real backpacker phenomenon and he really deserves it. Go visit him when you get to Marrakesh and make sure you bring an empty stomach! =)



Geschnieft_habe ich leider wie ein Weltmeister. Ausgerechnet an Silvester holte mich die fieseste Erkältung ein, die ich jemals auf einer Reise hatte. Da war mein Abenteuerdurst teilweise ein wenig gedämpft, also nicht wundern, wenn ich auf einigen Bildern aussehe, wie Rudolph das kleine Rentier und auch so dreinschaue! ;-)

I sneezed_throughout the entire time we were in Marrakesh. I can´t remember having such a bad cold on a trip, ever. On NYE, I could hardly breathe and that´s how my nose kept looking like Rudolph the red-nosed reindeer, and my mood was pretty low...Well, happens ;-)

Saludos&Besitos,
Mandy xx

Donnerstag, 7. August 2014

Hassan II Mosque in Casablanca



Hola mis Amigo Queridos!

Den letzten Tag unserer aufregenden Marokkoreise verbrachten wir in Casablanca, der größten Stadt des Landes. Mit ca 3,2 Millionen Einwohnern findet man dort einen erstklassigen Mix zwischen Moderne und altem Orient vor, der uns ganz langsam wieder auf das alte Europa vorbereitete. Natürlich nutzten wir die Gelegenheit aber auch, um noch ein letztes Mal durch eine traditionelle Medina zu schlendern, einen mittlerweile unverzichtbaren Minztee zu trinken und als großes Finale unserer Reise, die größte Moschee des Landes zu besuchen.

Hoch herrschaftlich und nahezu surreal erscheint einem der erste Anblick der gigantischen Hassan II Moschee, wie sie in der abendlichen Sonne glänzt und doch schon fast im Dunst versinkt, welcher sie vom Meer aus umhüllt. Als Geschenk des Volkes an den marokkanischen König Hassan II wurde sie 1993 eingeweiht und bietet Platz für ca 25000 Personen in ihrem Gebetsraum, sowie für weitere 80000 im restlichen Areal. Sie ist die 5.-größte Moschee der Welt und mit ihrem 210m hohen Minarett das höchste religiöse Gebäude überhaupt. Ihr Dach kann sich innerhalb von 3min vollständig automatisch öffnen und in der Nacht leuchtet ein Laserstrahl vom Minarett aus in Richtung Mekka. Der gesamte Komplex besteht aus 25000 Säulen und 124 Brunnen, beinhaltet eine Islamschule, mehrere Hammams, Schwimmbäder, ein Museum über marrokanische Geschichte und eine Bibliothek, die über Satellit mit den größten Bibliotheken der Welt verbunden ist. Wahnsinn, oder?! Noch dazu ist sie die einzige Moschee in ganz Marokko, die ihre Pforten auch für Nicht-Muslime öffnet, die sich das Innere im Rahmen einer Führung anschauen können. Wir waren dafür leider wieder einmal zu spät dran und konnten nur noch schnell einen Blick durch die geöffnete Tür zum Gebetssaal werfen. Gigantisch! Dabei ist mir aber auch unter anderem aufgefallen, dass jeder Besucher seine Schuhe an der Eingangstür auszieht und dort ablegt. Bei ein paar Besuchern mag das ja noch übersichtlich sein aber ich frage mich wirklich, wie man seine Schuhe bei vollem Haus unter 20000 anderen Paaren wieder finden soll??? :O

Bis zum Ertönen des abendlichen Gebetsrufes zum Sonnenuntergang schlenderten wir um das Areal und füllten den letzten Rest unserer Speicherkarte mit tollen Fotos. Ich bin noch immer fasziniert von diesem wahnsinnig beeindruckenden Gebäude und hoffe sehr, dass ich beim nächsten Mal die Gelegenheit bekomme, an einer Führung ins Innere teilzunehmen. Laut Lonely Planet finden diese übrigens immer Mo-Do um 9, 10, 11 und 14Uhr und am Freitag um 9, 10 und 14Uhr statt. Seid also pünktlicher als wir und lasst euch dieses Erlebnis nicht durch die Lappen gehen!

Für uns endete der Abend in der Marokko Mall, welche das zweitgrößte Einkaufszentrum des Orient, nach der Dubai Mall, sein soll. Obwohl man dort wieder alle bekannten Marken und Ketten dieser Welt vorfindet ist es meiner Meinung nach doch nicht ganz dasselbe, wie in der westlichen Welt. Beispielsweise wurde zum nächtlichen Gebetsruf überall die Musik angehalten, damit auch wirklich jeder Shopaholic daran erinnert wurde, dass es Zeit wurde, sich gen Mekka zu verneigen. Außerdem gibt es auch dort kein Schweinefleisch und so mussten wir unser Abendessen von Pizza Hut mit kleinen semi-leckeren Hackfleischbällchen, anstelle von Salami genießen. Was mich jedoch wirklich schockierte, war die Aussage des Starbucksbarista! Er meinte doch allen Ernstes, dass es in Marokko keinen Chai Latte gäbe, weil das Teekonzentrat da nicht verkauft werden dürfe! Ist das zu fassen? Na zum Glück gab es trotzdem eine neue Souvenirtasse für meine Sammlung und am nächsten Tag sind wir ja auch schon wieder zurück nach Deutschland geflogen ;-)


 
   
 
 
   
 
 
pictures by _luismiguelgisbert

EN: Our last destination in Morocco was Casablanca, the country´s largest city. With an estimated 3.2 million inhabitants, this city offers an excellent mix of the ancient Orient and western metropolitan culture, which prepared us for our return to good old Europe. Still, we had to grab our last chance to take another walk through a traditional Medina, sip one last fresh mint tea and to visit the grand Hassan II Mosque, which appeared almost surreal to us, glittering in the sun, almost disappearing behind the coastal mist.

Originally built as a present to the moroccan King Hassan II, the mosque was opened in 1993 and offers 25000 people at once the opportunity to pray within its walls, while another 80000 can follow the prayer on the remaining space of the grounds. It is the 5th largest mosque in the world and the tallest religious building of all times because of its 210m high minarette, from where a laser points into the direction of Mekka. Another high-tech feature is the roof, which can be opened automatically within 3minutes. The surroundings are just as large. In total, the grounds of the mosque feature 25000 columns and 124 fountains but as well a religious school, hammams and swimming pools, a museum on moroccan history and a library that is connected to the world´s most important libraries through a satellite-system. Isn´t that just amazing?! I still can´t get over my fascination for this impressive building. Surprisingly, it´s also the only mosque in the country that allows non-muslim visitors within its walls! Guided tours are offered almost every day, but unfortunately we were a bit too late to take part at one, so we had to feel ourselves lucky by grasping a quick look through the opened door to the prayer room. Simply stunning! By the way, I recognized how all visitors took off their shoes and left them at the door, which might be perfectly convenient if there were just a few people inside but ever since, I´ve been asking myself the question how the hell they manage to find their shoes again among another 20000 pairs??? :O

We took a little stroll on the grounds, filled our memory card till the brim and admired the sunset until the prayer call echoed loudly down from the minarette. Even though I am absolutely non-religious, I always found myself amazed at the prayer calls echoing through oriental Medinas. I really hope we´ll get a chance to take part at a guided tour through Hassan II Mosque next time we are in Casablanca. Meanwhile, it´s you turn to check it out! Tours run 9, 10, 11am and 2pm Mon-Thu; 9, 10 am and 2pm on Fridays. So get your time management straightened out and don´t miss out on this opportunity while you´re there!

Our last night in Morocco ended at Morocco Mall, which is said to be the seconnd largest commercial centre in the Orient after Dubai Mall. Despite all the well-known names and brands, I still found it was much different from a western shopping mall. For example, they turned off all the radios during the prayer call which echoed through all the stores, so even the most obsessed shopaholic would know it´s time to bend down towards Mekka. They also didn´t serve anything that had pork meat, at the food court, so we had to eat our pizza with little not-so-yummy drops of ground beef. Who shocked me most, though, was the barista at Starbucks, who told me that there was no chai latte in Morocco because they weren´t allowed to use the concentrate. How awful was that?! Well, I still got another souvenir mug for my collection...and after all, we were flying out the next day ;-)

Saludos&Besitos,
Mandy xx.

Sonntag, 29. Juni 2014

Horsebackriding in Morocco


Hola mis Amigos Queridos!

Wie ihr alle wisst bin ich ein großer Pferdefan und nichts krönt meine Reisen königlicher, als ein zünftiger Ausritt auf meinen geliebten Vierhuflern! Das bedeutet für mich Glück und Freiheit. Das sind diese Momente, in denen ich es einfach kaum fassen mag, wie toll das Leben sein kann. Den großen Traum vom Strandritt im Sonnenuntergang konnte ich mir bereits im letzten Jahr auf der wunderschönen Isla Holbox in Mexico erfüllen und hatte natürlich auf ein ähnlich tolles Erlebnis im marokkanischen Städtchen Essaouira gehofft. Durch ihre ausgedehnten, natürlichen Sanddünen, die sich perfekt eignen, wird Pferdeliebhabern die kleine Küstenstadt von vielen Reiseführern empfohlen.  Nicht zuletzt deshalb, findet man vor Ort auch zahlreiche Angebote in verschiedensten Preisklassen. Da sollte man wirklich aufpassen, nicht in die Falle zu tappen, denn nicht alles, was günstig ist, ist auch gut. Und erst recht nicht, wenn es um die geliebten Vierbeiner geht!

Anstatt meinen Strandritt in einem lokalen Reisebüro in Essaouira zu buchen, bin ich dem Ruf der Masse gefolgt und habe mir einfach spontan ein gut gepflegtes Pony am Strand gemietet. Dort gibt es viele Leute, die ihre Pferde, Esel oder Kamele einfach vermieten und das zu teilweise unglaublich günstigen Konditionen. Vom abgemagerten Schimmel bis zum stolzesten Berberhengst gab es da wirklich alles. Oftmals hätte man sogar einfach nur die Zügel in die Hand gedrückt bekommen und selbstständig drauf los reiten können. Hmhh, schon an dieser Stelle sollten doch eigentlich die Alarmglocken läuten, oder?! Ich meine, welcher Mensch, der was auf seine Tiere hält, gibt sie denn einfach einem Fremden in die Hand??? Mir war das jedenfalls zu heikel und ich habe mich für einen Ausritt mit Begleitung entschlossen. Gute Entscheidung!
Mein kleines Pony mit dem unheimlich unpassenden Namen "Spirit" hatte nämlich so gar keine Lust mit mir zu kooperieren. Ich konnte machen, was ich wollte! Er lief, wenn das Pferd vor ihm lief, er hielt an, wenn das Pferd vor ihm anhielt und beim gestreckten Galopp am Strand blieb er weit zurück, ohne dass ihn das auch nur annähernd zu stören schien. Er hatte schlichtweg einfach keine Kondition. Wie ich später erfuhr, war er gerade mal 4 Jahre alt und wurde erst seit kurzem für Touristenausritte genutzt. Na toll! Der arme kleine Spirit! Er hatte einfach noch nicht genügend Training gehabt, um seinem Arbeitsalltag am Strand gewachsen zu sein. Nur schien das da niemanden zu interessieren... 

Mein Ausritt hätte also wirklich schöner gewesen sein können, wenn ich vielleicht einfach vorher ein bisschen mehr herumgeschaut und ein paar Dirham mehr gezahlt hätte! Macht es also besser als ich und erkundigt euch schon vorher, wenn ihr im Urlaub einen tollen Ausritt auf gut ausgebildeten Pferden genießen wollt! Fragt in euren Hotels, oder im lokalen Reisebüro! In der Regel haben die wirklich die besseren Kontakte, die zwar erstmal ein bisschen teurer erscheinen aber den Preis letztendlich auch wert sind. Ich kleiner Dickschädel wollte das nur nicht glauben und keinen Ausritt buchen, bei dem ich nicht vorher sehen konnte, in welchem Zustand die Pferde waren.  Beim nachträglichen Forschen im Internet bin ich allerdings auf wirklich vielversprechende Angebote in der Nähe von Essaouira gestoßen und bereue meine Naivität nun zutiefst. Schaut euch z.B. mal die Seite von Equi Evasion an! Deren Bewertungen bei tripadvisor sind echt extrem viel versprechend und schon beim Anblick der Website kribbelt es mir im Bauch! Die wirken so sympathisch und professionell, dass ich mir wünschte, die Zeit zurückdrehen und meinen Strandritt in Essaouira bei ihnen wiederholen zu können!

Habt ihr auch schon mal einen spontanen Strandausritt im Ausland gemacht und dabei ähnliche Erfahrungen gesammelt? Ist jemand von euch vielleicht sogar schon mit Equi Evasion in Marokko unterwegs gewesen und kann die tollen Bewertungen bestätigen? Dann lasst mir doch bitte gerne einen Kommentar hier und erzählt mir, wie es war!! =) 





EN: There´s probably nothing that can make my vacation more special than a trail ride by the sea. To me, the horse-lover, riding along the shore, splashing through the waves, that means freedom and it makes me scream with joy because life can really be that beautiful. Last year, I was able to fulfill this big dream for the very first time on the wonderful mexican Isla Holbox. This year, I was hoping to repeat this unforgettable experience but unfortunately, I have to admit that I wasn´t quite as lucky this time. The coastal town of Essaouira is known for its large sand dunes along the shore and therefore strongly recommended for horseback riding, which results in a lot of options to choose from. The cheapest is not necessarily the best, which would be my lesson learned on this vacation, so here´s some advice on how to make a smarter decision than me:

Instead of just booking a trail ride with a local travel agency, I followed the common advice to walk along the beach and rent one of the "better-groomed" ponies offered there. Lots of people are renting their horses, camels or donkeys for very low prices. Most of the time they would just pass over the reigns and send you off with their animals. Actually, that´s the point when things get weird...I mean, who in this world would give their beloved animal into the hands of complete strangers and let them take off with it??? I didn´t want that anyway and required a guided tour, which turned out to be absolutely reasonable. My sweet little pony, paradoxically named "Spirit," was absolutely not cooperative in any way. It would go if the horse in front went and it would stop if the horse in front did the same. We fell back miles while cantering along the beach which did not seem to bother him at all because he just didn´t have the breath for it. Poor Spirit! In the end I found out that he was just 4 years old and only recently included into the group. Obviously this horse had been very poorly trained before and sadly,  it seemed like nobody cared to change anything about that. =( 

That was not such a great experience but in the end there´s only me to blame for bad research. So do it better than me, please! Ask at your hotel or at a local travel agency! They usually have the best addresses and long-time experience with their providers. Or check out a few recommendations on the internet! I just didn´t want to believe that there were much better providers and to avoid paying more for the same poor quality. My recent findings really prove me wrong though. Check out the website of Equi Evasionfor example! Their recommendations on tripadvisor are very promising and they make such a professional impression. Oh, I really wish I could turn back time and repeat my trail ride with them! 

What about you, have you made a similar experience before? Or has anyone of you been with Equi Evasion already and can agree on their promising recommendations? You are very welcome to share your thoughts and leave a comment! =) 

pictures by _luismiguelgisbert


Saludos&Besitos,
Mandy xx

Freitag, 20. Juni 2014

Essaouira-our medieval oasis at the sea



Hola mis Amigos Queridos!

Heute geht es an die Atlantikküste Marokkos! Endlich wieder Meer! Und nein, ich rede ganz bestimmt nicht vom weltbekannten Touristenmagnet namens Agadir, sondern über die kleine mittelalterliche Küstenoase Essaouira, die sich durch ihren ganz eigenwilligen Charme in die Herzen ihrer Besucher einschmeichelt.

Für mich fühlt es sich immer wieder ein bisschen wie „nachhause kommen“ an, wenn ich einen Küstenort erreiche. Eigentlich bin ich zwar schon immer weit weg vom Meer zuhause gewesen aber vielleicht ist es auch genau das, was mir dieses Wohlgefühl gibt: die Entfernung zu meinem eigentlichen Zuhause und damit auch die Entfernung von allen Sorgen, Problemchen und vor allem vom Stress. Am Meer zu sein, das bedeutet Entspannung, endlose Strandspaziergänge, dem Rauschen der Wellen zu lauschen und in Ruhe ein schönes Buch zu verschlingen. Einfach tief einatmen und sich über die salzige Luft und das Leben freuen! 

Tiefenentspannt schlenderten wir also durch die Mauern der alten Medina und fanden uns mal wieder wie um ein Jahrtausend in der Zeit versetzt. Wie ein mittelalterliches Jahrmarktspektakel erschien uns das bunte Treiben auf der Hauptstraße. In der einen Ecke krähten Hühner, in der anderen roch es nach Weihrauch und im selben Moment schob sich ein laut klappernder Eselkarren durch die Menge. Wir bezogen ein Zimmer im erstbesten Hotel auf der Hauptstraße und lauschten dem abendlichen Gebetsruf, während wir das Spektakel vom Balkon aus betrachteten.

Bis tief in die Nacht hinein wandelten wir durch die alten Gassen, wobei wir sogar Zeugen einer äußerst seltenen religiösen Zeremonie wurden. Was zuerst im Labyrinth der alten Medina begann, entwickelte sich zu einem geheimnisvollen Spektakel mit jeder Menge Weihrauch und bunten Tüchern, in denen sich die Frauen einwickelten und wie in Trance um eine Gruppe Musiker herumtanzten, die dem Geschehen mit lauten Rasseln und Trommeln einheizten. Bis heute wissen wir uns noch nicht ganz zu erklären, was es mit dieser Zeremonie auf sich hatte und vor allem, warum die Frauen am Ende, völlig in Trance versetzt, ihre Arme und teilweise sogar ihre Gesichter ins Feuer hielten und dabei keinen Schmerz zu empfinden schienen. Die einzige Auskunft, die wir erhielten, war, dass diese Zeremonie dazu diene, böse Geister zu vertreiben und den Körper von Krankheit zu befreien. Nun, wollen wir das Beste hoffen!

Völlig überwältigt von den Erlebnissen in der Nacht, verließen wir unser Hotelzimmer am Tag darauf erst mit dem zweiten Gebetsruf und gönnten uns ein leckeres Frühstück in einem kleinen Straßencafé. Von dort zog es uns zur Küste, um den schönen Ausblick von der kleinen Festung am Hafen zu genießen und schließlich den weiten einsamen Sandstrand entlang zu spazieren. Es müssen wohl die ungünstigen natürlichen Bedingungen sein, welche die Stadt bisher vom Massentourismus verschont haben. Bautechnisch wird zwar viel dafür getan dass sich die Besucherzahlen auch hier irgendwann erhöhen aber durch den ständigen Dunstschleier, der immer über der Stadt hängt und den konstanten Wind, der die Wellen in die Höhe treibt, wird man sich hier kaum je als Badeort etablieren können. Umso schöner ist es jedoch für die, die einfach nur Erholung und ein Stück echtes Marokko suchen. Man wird es schwer haben, eine unverfälschtere Küstenstadt zu finden, in der Diskotheken und Casinos noch heute ein Fremdwort zu sein scheinen. Schaut es euch also unbedingt an, wenn ihr mal in der Nähe seid!


Wir verließen Essaouira nach zwei Tagen mit einem lokalen Bus und fuhren unserem letzten Reiseziel in Marokko entgegen. Mehr über Casablanca gibt es dann demnächst! Bis dahin,


EN: Today, I am taking you all the way to Morocco´s Atlantic coast. Sadly, most of you will probably think of the crowded tourist-hotspot of Agadir but that´s not what I mean. Our journey lead us to the complete opposite: the charming little medieval oasis by the sea that Moroccans call Essaouira, "the white city."

To me, it really always feels like coming home, once arrive at the coast. Curiously enough, I´ve never been home at the sea but that might just be the reason: the sea is far far away from home and all its stress, sorrows and little problems in daily life. Being close to the sea means taking a deep breath and relaxing from all of this. It´s just about laying in the sun, reading a great book and enjoying the sound of the waves crashing on the shore. 

Relaxation-mode turned on, we walked through the gates to Essaouira´s old Medina, where life once again seemed like a thousand years before our time. The main street offered this typical colorful mix of old people wearing their djellabas, chickens screeching in their cages and donkey carts rattling as they were trying to make their way through the crowd. We got a room at the first hotel we found on main street and continued to observe the scene from our balcony while the prayer calls started echoing from the mosques around. After 10 days in Morocco this really isn´t news to anyone but it never seizes to fascinate the european traveler. 

After a quick nap, we started wandering around the ancient streets, had some Couscous for dinner and once again got lost. In the middle of all of it, we encountered a group of locals that were just beginning to involve in a religious ceremony and followed the invitation. What first started in the dark alleys of the ancient Medina, ended inside a spacious backyard, where a lot of people were dancing around a group of musicians that were making a lot of noise with their rattles and guitars. What first seemed very colorful, turned out to be kind of awkward in the end, though.  The women, wrapped in colorful shawls, were dancing themselves into trance and started to burn themselves with fire, not noticing the pain, apparently. Super interesting indeed, but until today we have no idea what all this was about, except an old lady of the group telling us, that it was a religious ceremony to scare away evil ghosts and to heal sick bodies off their diseases. Well, let´s hope for the best!

Still overwhelmed by the events of the night before, we only got up with the second prayer call on the following day. Still on relaxation-mode, we took our time having breakfast in a little cafe and wandering along the streets towards the little fortress and the endless beach outside the Medina. It must be its natural circumstances, that have kept Essaouira from large numbers of tourists so far. Although there is a certain improvement in infrastructure and hotels, the city might never become a famous beach-town just as Agadir. The wind´s just a little too harsh, the waves a bit too high and the air a bit too foggy to make it attractive to the regular tourist. For people, who are seeking for a place to rest and for those who want to experience the real Morocco, it will always be perfect, though. See for yourself, if you happen to be in the area - and don´t forget to enjoy a lovely Nutella Crépe while visiting the markets! :-) 

After two days, we left Essaouira with a local night bus to Casablanca, our last destination on our journey through Morocco. More on that, I´ll tell you in my upcoming posts, so stay tuned!

Saludos&Besitos,

Mandy xx



  
   
    
    
  
   
  
   
  
   
   
   
   
    
   
    
  
pictures by me and _luismiguelgisbert