Mittwoch, 21. Mai 2014

Road Trip to Sahara Desert Vol.II: Drâa Valley&Todra Gorge


Hola mis Amigos Queridos!

Nach einer erholsamen, jedoch viel zu kurzen Nacht in unserem gemütlichen Hotelzimmer in den Bergen bei Zagora, wurden wir schon früh am Morgen von einem kräftigen "Yallah" aus dem Schlaf gerissen und pünktlich zum Sonnenaufgang rollte der Bus weiter in Richtung Drâa Tal. Am zweiten Tag auf unserer langen Reise von Marrakech erreichten wir endlich die goldene Saharawüste. Doch auch auf dem langen Weg dahin, gab es noch einiges zu sehen, wovon ich euch heute berichten werde.

Zunächst  ging die Fahrt also weiter zum Drâa Tal, welches von Anfang an ganz oben auf meiner Favoritenliste an Reisezielen gestanden hatte, die ich in Marokko unbedingt besuchen wollte. Es hat mich auch absolut nicht enttäuscht und unsere kleine Wanderung durch die Dattelplantagen der Einheimischen geht definitiv in die Chronik der schönsten Morgenspaziergänge meines Lebens ein. Man muss sich schon  ganz schön konzentrieren, um nicht auf den glitschigen Pfaden auszurutschen, weshalb wir leider während der Wanderung keine Fotos machen konnten. Dafür war es aber umso schöner, den Anblick mal mit bloßem Auge und nicht immer nur über das Kameradisplay zu genießen.

Mit seinen grünen Oasen bildet das Drâa Tal, welches sich von der Stadt Ouarzazate bis in die Saharawüste erstreckt, einen wunderbaren Kontrast zu den rauen, ockerfarbenen Felsformationen des mittleren Atlas. Der Drâa ist eigentlich Marokkos längster Fluss mit über 1000km Länge aber diese erreicht er nur selten, da er an vielen Stellen für den Großteil des Jahres komplett ausgetrocknet ist. Daher pflanzt man hier hauptsächlich robuste Dattelpalmen, welche nicht nur Früchte, sondern auch Material für Körbe oder gar Teppiche liefern und noch dazu einen angenehmen Schatten spenden. Mein Traum wäre es ja gewesen, eine ganze Woche durch dieses wunderschöne Tal zu wandern und an Stellen zu gelangen, die kaum je ein Tourist gesehen hat, doch wie immer macht einem die Zeit einen Strich durch die Rechnung und das Ziel kam schon viel zu schnell in Sicht.

Unsere kleine Wanderung führte uns am Ende in ein Dorf, wo wir von einem einheimischen
Teppichknüpfer auf ein Glas brühend heißen Berbertee eingeladen wurden, während dieser uns seine farbenfrohe Ware präsentierte. Natürlich sind solche „Kaufveranstaltungen“ auch in Marokko immer Teil von einer geführten Tour, die man leider in Kauf nehmen muss, sich allerdings auch nicht schlecht fühlen sollte, wenn man am Ende doch dankend ablehnt.

Als kleine Verschnaufpause auf dem weiten Weg in die Wüste, wurden wir noch in die Tiefen der Todra Schlucht gebracht, ein Kletterer- und Abenteurerparadies, wo sich Luis Herzschlag vor Begeisterung direkt verdoppelte. Für diejenigen, die lieber auf dem Boden der Tatsachen bleiben möchten, bietet sich hier ein Wanderweg direkt am Abgrund  der Schlucht an. Von dort sollen ebenfalls spektakuläre Ausblicke geboten werden, die ich gern gesehen hätte, doch für uns ging die Fahrt leider direkt weiter.

Schier endlos erschien uns die restliche Distanz nach Merzouga, wo wir erst zum Sonnenuntergang eintrafen und postwendend auf Camelott und Camilla, oder einen ihrer vielen Freunde verfrachtet wurden. Diese treuen Gefährten trugen uns mit kräftigen Schritten hinaus in den Sonnenuntergang und hinein in unser Abenteuer unter dem sagenhaften Sternenhimmel der Sahara.

Mehr über diese traumhafte Nacht gibt´s demnächst hier in Teil 3!

It was way too early in the morning when we were suddenly called to wake up. Well, we all know it´s time to run, when the Moroccan guy yells "Yallah" and so we all sat on the bus, ready to go, as the first daylight touched the horizon. Day Two on our long journey from Marrakech would finally take us towards the golden dunes of Sahara desert - but not so fast! The journey is what makes the goal and today I´m showing you, that there was in fact a lot more to see on the way.

First in the morning, we were taken to beautiful Drâa Valley, a magnificent oasis that stretches all the way from the city of Ouarzazate towards the dunes of Sahara Desert. This place had been on top of my must-see-in-Morocco list and it has without any doubt deserved it. Just as the sun rose high across the valley, we started on a little hiking trip along the little horticultures and date trees, that create the valley´s famous green color, which makes such a beautiful contrast to the ochre-colored rocks of the Atlas mountains. These paths were very slippery and left us without a chance to take out our cameras and document this fantastic morning. Well, maybe it was also because we were enjoying it so much that we simply forgot about such minor little things as taking photographs. Shame on us!

What a dream it would have been, to wander along these paths for a whole week maybe and to reach places that hardly any tourist has ever seen...If it only, it wasn´t always for the limited amount of time. Instead, our little trip was over way too fast. We arrived at a native village, where we were invited for real berber tea. Of course we were also made to look at some colorful carpets and other handicraft, which sadly always has to be part of such guided tours. I actually prefer looking at and buying souvenirs when and whereever I feel like it and therefore I absolute despise such imposed obligations to buy overpriced products. Anyway, it didn´t harm our beautiful morning and I couldn´t wait for what was next, when we got back on the bus.

Next destination on the list was Todra Gorge, one of the deepest canyons in Morocco, where we were taken for lunch. It is also quite the place for rock climbers and adventurers what made Luis heart beat even faster with joy. For those who prefer to stay on the ground, there is also a really nice hiking trail around the canyon, which is supposed to offer stunning views. That I can´t really approve though, because from the gorge we were directly taken all the way to Merzouga in the Sahara Desert.

What seemed like an endless ride finally found its end on the back of Camelott or Camilla, our trusted companions on our first desert discovery. These furry creatures with their weird bubbling noise carried us deeper and deeper into the sand dunes, where we witnessed the most amazing sunset ever and got to enjoy a wonderful night in real berber tents.

More about our night underneath the stars will soon be published in the next post. Stay tuned!
Saludos&Besitos,

Mandy xx




















Montag, 14. April 2014

Road Trip to Sahara Desert Vol. I: Aït Ben-Haddou-a real Hollywood Star!

Hola mis Amigos Queridos!
Heute möchte ich euch über den ersten Tag auf unserer langen Fahrt von Marrakech bis zur Saharawüste berichten, an dem wir das alte Berberdorf Aït Ben-Haddou besuchten und viele viele Kilometer zurückgelegt haben. Die meisten von euch scheinen ja zu glauben, dass die Entfernung von Marrakech bis zur Sahara kaum mehr als einen Katzensprung weit ist aber dass dem absolut nicht so ist und dass es dazwischen noch soviel mehr zu entdecken gibt, werde ich euch heute und in den kommenden Blogbeiträgen zeigen.
Quasi mitten in der Nacht wurden wir von einem Guide im Hostel abgeholt und quer durch die verschlafenen Gassen von Marrakechs alter Medina zum Sammelplatz geführt, wo die Touren in den Atlas starteten. Recht lange hat es gedauert, bis es endlich losging aber alles andere hätte uns auch stark verwundert. In Marokko geht es schließlich immer erst dann los, wenn der Marokkaner "Yallah!" brüllt und das dauert eben meist ein Weilchen...Nachdem wir uns dann einmal in Bewegung gesetzt hatten, sind wir auch gleich mehrere Stunden gefahren. Hoch, höher hinauf in die Berge! Gestoppt wurde höchstens für einen morgendlichen Minztee mit spektakulärem Ausblick über die zerklüfteten Felsmassive des Atlasgebirges, welches seinen Namen vom Titanen Atlas erhalten hat, den der Göttervater Zeus einst hierher verbannt hatte. Wollen wir hoffen, dass der Gute auch damals schon den Abstieg in die schönen Täler geschafft hat, die teilweise wie grüne Oasen daherkommen und einen gelungenen Kontrast zu den trockenen Felsmassiven bilden.
Nachdem wir den Tizi n Tichka Pass, den höchsten Punkt auf der Handelsstraße zwischen Marrakech und Ouarzazate mit ca 2260m Erhebung überwunden hatten, erreichten wir wenige Stunden später Aït Ben-Haddou, ein altes Ksar der Sippe Ben Haddou, welche im 11. Jahrhundert die alte Karawanenstraße zwischen Marrakech und Timbuktu kontrollierten. Zunächst betrachteten wir das Dorf aus der Ferne, wo man es dank seiner ockerfarbenen Lehmbauten kaum von der umliegenden Landschaft unterscheiden konnte. Es besteht aus mehreren aneinander gebauten und miteinander verschachtelten Burgen aus Stampflehm, genannt Tighremts. Das hat den Vorteil, dass die Hitze in den teilweise überdachten Gassen kaum spürbar ist. Erhaben und unbezwingbar kommen diese Burgen daher, wie sie sich mit ihren Zinnen und Ecktürmen den Felsen hinaufziehen, auf dessen höchsten Punkt die Ruine einer einst mächtigen Kasbah aus dem 17. Jahrhundert thront. Auch wir sind bis ganz hinauf geklettert und haben beim Verschnaufen den Blick in die Ferne schweifen lassen können.
In den 1970er Jahren wurde das Dorf anlässlich eines Filmdrehs originalgetreu restauriert und erhielt spätestens durch die Aufnahme als Weltkulturerbe in der UNESCO im Jahr 1987 große Bekanntheit. Bisher können wir Aït Ben-Haddou schon in zahlreichen Hollywoodproduktionen, wie Gladiator, Alexander oder Prince of Persia bewundern. Aber genauso wie in Hollywood, herrscht auch hier nicht nur eitel Sonnenschein. Aufgrund der seit Jahren sinkenden Wasserstände und der zusätzlichen Belastung durch zahlreiche Touristenströme, zieht es die ursprüngliche Dorfbevölkerung immer weiter in die Ferne, was den Wandel zum Freilichtmuseum scheinbar unumkehrbar macht. Anstatt der ursprünglichen Handwerkskunst, wie wir sie in Fés bewundern konnten, fanden wir hier in nahezu jeder zweiten Hütte nur die typischen Souvenirs, die viele Händler auf den Großmärkten in Casablanca einkaufen. Doch auch einige Künstler haben sich hier angesiedelt und verkaufen kleine Gemälde oder Skulpturen für gar nicht mal so günstige Preise. Verhandeln lohnt sich dort wirklich immer. Einheimische Bauern gibt es hier leider nur noch wenige. Eine traurige Entwicklung, wie viele kleine Orte sie durchleben, die sich nach jahrelanger Unberührtheit plötzlich großem Interesse des internationalen Publikums ausgesetzt finden. Aufhalten lässt sich diese Entwicklung nur durch Fortschritt. So ist etwa die Errichtung einer Stromleitung in Planung. Das Licht könnte die Jugend möglicherweise zurück nachhause holen - ob Aït Ben-Haddou dann auch weiterhin so attraktiv für Filmproduzenten bleibt, ist fraglich aber einen Besuch wird es auf jeden Fall immer wert sein!
Inzwischen war es Nachmittag und wir fuhren weiter in das ca 30km entfernte Städtchen Ouarzazate, wo sich in den letzten Jahren zahlreiche Filmstudios angesiedelt haben. Die Straße wird auch "Straße der Kasbahs" genannt, weil man links und rechts von ihr immer wieder an einem dieser prächtigen Lehmschlösser vorbeifährt. Von da ging die Fahrt weiter bis nach Zagora, wo wir allerdings nicht anhielten, sondern tief in die Berge hinein, bis zu unserem kleinen Hotel fuhren. Das Glück schien an diesem Tag auf unserer Seite zu sein, denn Luis und ich erhielten das einzige Zimmer mit Balkon und einem funktionsfähigen Heizlüfter Nach einem leckeren Abendmahl mit Musik und Tanz, konnten wir hier gemütlich einschlafen, von verwunschenen Berberschlössern träumen und uns auf den nächsten Tag freuen, an dem wir die Sahara erreichen, auf Kamelen reiten und eine traumhafte Nacht unterm Sternenhimmel verbringen würden. Mehr davon, erzähle ich euch demnächst!
Today, I´m going to take you out on our first day on the road to Sahara desert! Since most of you seem to think that the distance between Marrakech and the actual desert hardly reaches a stone´s throw, I thought it would be great to prove you wrong and to show you that there is so much more to see on the way than just rocks and camels! So join in and let´s discover the "road of the Kasbahs" together!
It seemed like in the middle of the night, when the guides rang the doorbell at our hostel to pick us up for the tour. We were led through the sleepy labyrinth of Marrakesh´s ancient Medina towards the departure point of all Sahara tours. Obviously it then took a long time until we actually departed but on the other hand that´s nothing new in Morocco. As we all have come to know, in Morocco, things only get started once the Moroccan yelled "Yallah" and that is most likely going to take a while...
Well, once we actually departed, we drove for a very long time, up, up, higher up into the mountains. We only stopped for the obvious mint tea, which we got to enjoy together with a stunning view across the red rocks of the Atlas Mountains. Did you know the name actually comes from the Titan named Atlas, who was banned there by Zeus?! Well, If Atlas had managed to find his way down to the valleys that come along like little oases between the dry and jointed mountain ranges, he would have found that his exile was actually pretty close to paradise.
After reaching Tizi n Tichka Pass, the highest point on the route from Marrakech to Ouarzazate at an alteration of 2260m above sea level, we soon arrived at Aït Ben-Haddou, our first destination for the day. This old Ksar that belonged to the clan of the Ben-Haddou, used to be a major checking point on the ancient trade route from Timbuktu to Marrakesh in the 11th century. At first, we got to look at it from a viewing point, from where it was hardly visible in the distance for its ochre-colored mud brick walls, that hardly offer any contrast to its surroundings. Several little mud-brick fortresses that are interlaced with each other make up the village. These fortresses, called Tighremts, are making a highly autocratic and proud impression as they cover the hill upwards, from where the ruins of an even bigger Kasbah back from the 17th century is overlooking the valley. Climbing up there, you might have to catch your breath and while you´re doing so you might even have to catch some more because of the stunning view. From here, you can really observe everything that happens in the valley.
In the 1970´s, the village was originally restored because of a film-production taking place within its walls. From this time on, it has made its path to Hollywood fame, being the set of several well-known movies, such as Gladiator, Alexander or Prince of Persia. In 1987, the UNESCO stepped in as well, declaring Aït Ben-Haddou a world heritage site. Throughout the years its fame among tourists and movie producers continued but as in Hollywood, the sun´s not always shining. Because of the decreasing water level, less rainfalls and the increasing number of visitors, most original inhabitants have already left Aït Ben-Haddou and moved away. A sad development, as it leads to the village´s image of being an open-air museum rather than the cultural heritage it used to be. The effects already have become visible as one can see less of the traditional arts and crafts made there but cheap china-productions instead, which traders buy from the great markets in Casablanca in order to sell them as souvenirs. However, there is still a lot of street art and hand-crafted sculptures being sold throughout the muddy alleyways but one should definitely haggle down the prices! Obviously, that´s what happens to these romantic and untouched places, that suddenly find themselves confronted with a high public interest. The only way to eventually stop this development is to progress. For example, the government is now planning to install electricity, hoping for the light to bring the youth back home. Who knows if it will work, and if Hollywood still likes it then, but either way, it will always be worth visiting!
It was early afternoon by the time we left Aït Ben-Haddou and we continued down the road towards Ouarzazate, admiring the beautiful berber castles, called Kasbahs, along the way. Ouarzazate itself is not much but a little town. It has got itself a name for the many film studios that have settled in its surroundings. After hours on the road, we finally reached our destination for the end of the day, an unexpectedly nice hotel, somewhere off the road from Zagora. The good luck seemed to be on our side, as Luis and I got the only room with a balcony and a heater that was actually working. Moroccan nights are cold but in this night, we slept safe and sound, dreaming of berber castles and our next day, when we would finally reach Sahara desert and spent a night underneath the stars. But more about that soon...
Saludos&Besitos,
Mandy xx


  
   
    
    
   
   
    
   
   
   
 
 
 
 
pictures by me&Luis Miguel Gisbert

Freitag, 7. März 2014

Monkeys of Ouzoud, Morocco


Hola mis Amigos Queridos,

Heute habe ich mal ein paar besonders niedliche Fotos, die euch hoffentlich genauso begeistern werden, wie mich! Auf unserer Wanderung durch das Ouzoud Tal konnte ich zum ersten Mal überhaupt frei lebende Affen aus nächster Nähe bewundern. Klar habe ich in Mexiko auch schon ein paar kleine Äffchen von der Ferne in den Bäumen hängen sehen aber diese frechen Berberäffchen hier haben es mir schon ganz schön angetan. Deshalb bekommen sie auch ihren eigenen Post, da ich den Wasserfällen vom letzten Beitrag schließlich nicht die verdiente Show stehlen wollte ;-)

Bei diesen niedlichen Gefährten handelt es sich um eine relativ kleine Primatenart. Die prächtigsten männlichen Berberaffen erreichen geradeso ein Körpergewicht von 15kg, während das Durchschnittsfrauchen mit zarten 9kg auf den Bäumen herumklettert. Essen tun sie aber gerne, viel und fast alles, was der Tourist aus Versehen fallen lässt, oder aufgrund seiner großen Tierliebe freiwillig rausrückt. Klar-mitgebrachte Schnittchen schmecken ja auch besser, als etwa Spinnen, Baumrinde und was die natürliche Speisekarte sonst so bereit hält. Und Bananen erst...*lecker* Kaum zu glauben, dass die drolligen gelb-braunen Fellknäuel auf der Roten Liste der bedrohten Arten stehen! In ganz Nordafrika existieren nur noch um die 10.000 ihrer Art, die meisten von ihnen im Atlasgebirge von Marokko. Und Schuld ist mal wieder der Mensch, der in ihre natürlichen Lebensräume eindringt und sie damit verdrängt!
Im Ouzoud Tal scheint es den Äffchen auf den ersten Blick wirklich super zu gehen, so gut gelaunt, wie sie auf Klippen und Bäumen herumklettern und sich dabei offensichtlich gern fotografieren lassen. Allerdings ist es kein Geheimnis, dass der zunehmende Tourismus im Tal auch eine große Umweltbelastung mit sich bringt. Lange Zeit gab es keine Mülleimer, die Touristen ließen alles fallen und wohin die Abwässer der Restaurants so gespült werden, mochte auch niemand wissen. Das hatte sicherlich auch seine Auswirkung auf die Population der Berberaffen, für die der Müll und dabei vor allem die vielen Essensreste der Touristen auch nicht unbedingt gesund sind. Mittlerweile soll sich da zwar schon einiges verbessert haben-aber dennoch kann jeder seinen Teil dazu beitragen, indem er den Lautstärkepegel gering hält, seinen Müll selbst wieder mitnimmt und nicht unbedingt sein ganzes Lunchpaket an die Affen verfüttert. Mit etwas Rücksicht und Aufmerksamkeit kann man so das Ouzoud Tal hoffentlich noch lange als natürlichen Lebensraum für die Berberaffen erhalten und noch ganz viele Besucher werden die Möglichkeit haben, ihre Speicherkarte voll mit Fotos von den putzigen kleinen Kerlchen zu knipsen.

Today, I´ve got these extremely cute pictures of free-living barbary macaques to share and I hope, you´ll enjoy them just as much as I do. Aren´t these little monkeys just the sweetest ones you´ve ever seen?! =) 

Barbary macaques are relatively small primates with a very strong sense of community. They live together in small groups and take care of each other. Even the male macaques help parenting the littlest ones, no matter whether these are their own children or not. Visiting Ouzoud Valley, you´ll definitely meet them at some point as they do seem to enjoy being photographed but watch out: They also especially like what´s in your lunch bag! I mean, who wouldn´t prefer a sandwich or a fresh banana over worms, plants and other kinds of insects? ;-) 
However-we all should know that feeding them our meals (well, I guess a banana is okay...) is not essentially good for them as they need their natural diet. Did you know that barbary macaques are on the international red list of endangered species? Well then guess what?!: It´s our fault again! It´s us, people, taking over their natural habitat by building houses and camping grounds in the valley, leaving our trash behind etc. Especially Ouzoud Valley is known for it´s environmental problems which have raised with increasing tourism. Just a while ago, there weren´t even trashcans, nor toilets and people would just leave their stuff wherever they went. But it doesn´t have to be that way!
We can all contribute to preserving Ouzoud Valley as a natural habitat of the barbary macaques as long as we´re trying to keep our volume down, stay on the main paths, use the trashcans or better: take our trash back home and try not to feed all our lunch bags content to the monkeys. 
That way, many future visitors will enjoy meeting these furry little sweeties just as much as you maybe already have or hopefully will be going to do soon! Until then, I hope you enjoy these awfully cite pictures taken by my boyfriend =)

Saludos&Besitos,
Mandy xx



 
     
   
   
   
 
   
pictures by Luis Miguel Gisbert

Montag, 3. März 2014

Ouzoud Valley-where Jamaica is at home in Morocco



Hola mis Amigos Queridos!

Auch in diesem Jahr gab es für mich mal wieder einen Neujahrsspaziergang der besonderen Art. Wie ihr alle wisst, hege ich eine besondere Leidenschaft für Wasserfälle und daher durften die Cascades dÒuzoud natürlich nicht fehlen auf der Reisewunschliste.

Da unsere Silvesternacht diesmal nicht ganz so lang ging, war es auch halbwegs erträglich, dass der Wecker uns am 1. Januar erbarmungslos früh rausklingelte. Vom Djemaa el Fna aus verließen wir Marrakech gegen 7Uhr morgens und genossen den ersten Sonnenaufgang 2014 auf der 3-stündigen Fahrt zum ca 167km entfernten Ouzud-Tal. Einmal angekommen, wurden wir oberhalb des Canyons, scheinbar mitten in der Wildnis, ausgesetzt und von einem Guide abgeholt, der uns zu den schönsten Aussichtspunkten entlang der Schlucht und schließlich hinein ins Tal führte.

Nach einem halben Winter im regennassen und kalten Deutschland wieder einmal zwischen grünen Bäumen und unter sonnig blauem Himmel zu wandeln, lässt es wieder aufkommen: dieses Bedürfnis, einmal tief einzuatmen und sich dabei zu freuen, wie toll das Leben sein kann. Entlang enger Pfade und tiefer Abgründe drangen wir bis hinunter ins menschenverlassene Tal. Alles was man hier hört, ist das Vogelzwitschern, das Brüllen der kleinen Äffchen, die hier leben und das beständige Rauschen der Wasserfälle. "Im Sommer ist das hier wie Jamaica in Marokko," schwärmte unser Guide. Dann kommen die Menschen hier runter in den Canyon, um der Hitze zu entkommen und sich beim Baden  in den natürlichen Pools zu erfrischen. Abends würde man singend am Lagerfeuer sitzen und später die Nächte in einfachen Hütten oder Zelten verbringen. So mancher Gast würde Wochen hier verbringen, meinte er. Auch wenn es im Winter einen sehr verlassenen Eindruck machte und die Temperaturen wirklich nicht zum baden einluden, hat mich dieser Ort doch sehr an die schönen Cascadas del Chiflón erinnert, die ich letztes Jahr in Mexiko besuchte und ich kann mir das jamaikanische Lebensgefühl hier im Sommer wirklich nur zu gut vorstellen ;-)

Entlang der vielen kleinen natürlichen Pools und Brücken gelangten wir nach ca. zwei Stunden Wandern zur Hauptattraktion, den großen Wasserfällen, die sich über drei Terrassen ca. 110m in die Tiefe stürzen und damit sogar die zweithöchsten Wasserfälle Afrikas sein sollen. Es ist immer wieder faszinierend, was für eine Kraft die Wassermassen entwickeln können, wenn sie über solch eine tiefe Schlucht ins Tal stürzen. Ich kann mich einfach nie daran satt sehen und wäre wahnsinnig gerne dort schwimmen gegangen-wenn es nur nicht so kalt gewesen wäre...

Stattdessen haben wir es uns auf einer der Aussichtsplattformen in der Sonne gemütlich gemacht, einen heißen Pfefferminztee bestellt und den Anblick genossen. Wie oft hat man schon die Gelegenheit, in der Sonne zu relaxen und dabei das Rauschen der Wasserfälle zu genießen?!
Viel zu schnell verschwand die Sonne wieder aus dem Canyon und unser Tagesausflug näherte sich, wie leider so ziemlich alles, was Spaß macht, dem Ende entgegen.

Besuchern von Marrakech, kann ich diesen Tagesausflug nur wärmstens empfehlen! Es tut einfach unheimlich gut, dem Gewusel in der lauten, engen Stadt mal für einen Tag zu entkommen und die Stille und frische Luft der Natur zu genießen. Sehr, sehr gerne würde ich noch einmal im Sommer hierherkommen, wenn die Wasserfälle noch mehr Wasser tragen und es warm genug ist, um baden zu gehen. Allerdings muss ich auch noch sagen, dass man sich die 300+DH, die die Reiseveranstalter in Marrakech verlangen wirklich sparen kann! Es ist viel günstiger, einfach morgens eines der vielen Sammeltaxis zu nehmen und sich dann vor Ort einem der Guides anzuschließen, die einen durchs Tal führen. Trinkgeld sieht sowieso jeder Guide gern und viel, ob man nun mit Reiseveranstalter kommt, oder ohne. Dabei sollte man sich aber wirklich nicht abzocken lassen! Es gilt wie immer: Mut zur Spontanität und Selbstorganisation, sind die Grundlage der größten Abenteuer =)

Saludos&Besitos,
Mandy xx

PS: Wenn ihr euch wundert, warum ich auf den Fotos aussehe, wie Rudolf das kleine Rentier, dann liegt das an der miesefiesen Erkältung, die mich fast den ganzen Urlaub lang geplagt hat. Die Nächte im Orient, die könnten Sibirien wirklich Konkurrenz machen...


   
     
     
     
   
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Pictures by Luis Miguel Gisbert

Could there be anything better, than spending the first sunrise of a new year on the road towards a new adventure?! Yes, indeed-if the new adventure contained waterfalls, as in our case! ;-)
Since we hadn´t really gotten the chance to party on NYE in Marrakech, we didn't mind getting up early on January 1st, either. From Djemaa el Fn'a Plaza, we took a van towards Ouzoud Valley, about a 167km northeast of the city. It took around 3hrs driving there and once we got off the van, it felt like being in another world again. Standing beside the canyon, taking in the morning sun and the tranquility in this very remote place was so different from babbling Marrakesh that once again, I got this urge to take a deep breath and be grateful for living this wonderful life! 
Seeing the waterfalls from far away made me become excited to get closer. We walked along the edge of the canyon for a while and then went down on steep paths but with a stunning view. It felt good to be hiking again, although it didn´t take more than an hour to get down to the canyon. It was so quiet. The only noises we heard was the constant rush of the waterfalls, some humming birds and the screeching of the monkeys that live in this valley. We followed our guide around some beautiful natural pools that looked just like I would have loved to take a bath in if it just hand´t been that cold! 
"Being here in summer feels like living in Jamaica," our guide told us. In that season of the year when you can hardly bare the heat of the sun, people like to get down into the canyon to enjoy the shade and take a bath in the refreshing water. At night they´d all sit around bonfires, singing songs and enjoying life the Jamaican way. Some people have spend weeks, staying at the huts that are open to guests, he said. I really would have liked to see that but well, I also really enjoyed the tranquility of this place in "winter." It has really reminded me of Cascadas del Chiflón that I had visited in Mexico the year before and that I have loved just as much. 
Walking around the pools and several natural bridges, we finally got to the main waterfalls after a few hours. The power of water crashing down from great height always takes my breath away and just keeps me being fascinated. These water falls are falling from around 110m in height, going down through three terraces and are said to be the 2nd biggest in Africa right after Victoria Falls. 
The view is best from one of the conveniently located restaurants, where you can enjoy a hot mint tea or a whole Moroccan meal together with a stunning view. 
Only the day was over way too fast. Too soon, we had to walk back up the canyon in order to take the van to Marrakesh, leaving me wishing for coming here again in summer when the falls carry even more water and it is hot enough, to go swimming. 
One short advise: You should definitely take the trip while staying in Marrakesh! I feels so refreshing to get out of the city for one day to enjoy some nature, plus Ouzoud water falls offer a stunning view! 
Just overthink booking with an expensive tour operator, as it is completely unnecessary. All tourists go there by van, anyway. Arriving there, you can walk around the canyon yourself or take a local guide with a preference for generous tips, which he´d like you to pay anyway-even if you booked a tour! Just take a local shared van from Djemaa el Fna (running in front of the pharmacy around 7am Mo-Su) to go to Ouzoud Valley, instead of booking a tour for 300DH+ and you could save half the money! As always-be brave, step out of your comfort zone and organize your best adventures the way you prefer to do it!  Enjoy! 

PS: In case you were wondering why my nose looked as red as Rudolph the reindeer´s, I´ve had the worst cold ever while staying in Marrakesh and Fés. Don´t be fooled by sunny skies-moroccan nights tend to be freezing cold!